Wohnwagen Mover pflegen: Wartung, Winterpause und Korrosionsschutz

Ein Mover hängt unter dem Wohnwagen und bekommt alles ab: Spritzwasser, Streusalz, Staub und Steinchen. Mit etwas Pflege hält er trotzdem viele Jahre. Die meisten Arbeiten erledigst du in einer halben Stunde vor der Saison.
Sichtprüfung vor der Saison
Bevor der Wohnwagen aus dem Winterquartier kommt, schaust du einmal unter den Wagen. Sitzen die Motoreinheiten fest am Rahmen? Sind die Schrauben der Klemmplatten noch fest? Gibt es Rost an der Querstrebe oder an den Gehäusen? Prüfe auch die Kabel auf Scheuerstellen und lose Kabelbinder.
- Schrauben der Befestigung mit dem vorgeschriebenen Drehmoment nachziehen
- Abstand zwischen Rolle und Reifen im abgeschwenkten Zustand kontrollieren
- Antriebsrollen auf Verschleiß und eingeklemmte Steine prüfen
- Kabel, Stecker und Steuerbox auf Feuchtigkeit und Korrosion ansehen
- Batterie laden und Pole reinigen
- Fernbedienung testen und bei Bedarf die Knopfzellen tauschen
Antriebsrollen sauber halten
Die Rollen übertragen die Kraft über ihre raue Oberfläche auf den Reifen. Setzen sich Lehm, Sand oder kleine Steine in die Struktur, rutscht der Mover schneller durch und der Reifen nutzt sich stärker ab. Eine Bürste und etwas Wasser reichen zum Reinigen. Öl oder Fett haben auf den Rollen nichts verloren.
Korrosionsschutz
Feuchtigkeit und Salz greifen Metall und elektrische Anschlüsse an. Spüle den Unterboden nach Fahrten im Winter oder an der Küste mit klarem Wasser ab. Richte einen Hochdruckreiniger aber nie direkt auf Motoren, Stecker oder Steuerbox, weil der harte Strahl Wasser in die Dichtungen drücken kann. Kleine Roststellen an Halterungen kannst du mit Rostschutz behandeln. Bei Steckverbindungen hilft ein Kontaktspray, das Feuchtigkeit verdrängt.
Die Batterie über den Winter bringen
Die Batterie ist das empfindlichste Teil des Systems. Lade sie vor der Winterpause vollständig und schalte den Hauptschalter aus, damit keine Ruheströme an ihr zehren. Steht der Wagen lange, lädst du sie zwischendurch nach oder hängst ein Erhaltungsladegerät an. Bei Lithium-Akkus beachtest du die Lagerhinweise des Herstellers, viele empfehlen einen mittleren Ladestand für längere Pausen. Laden bei Frost ist bei Lithium nur mit Heizung oder Schutzschaltung erlaubt.
Bewegen statt stehen lassen
Lass den Mover auch im Winter gelegentlich ein paar Meter laufen, wenn der Wohnwagen zugänglich steht. So bewegen sich die Mechanik und die Anstellmotoren, und du merkst früh, wenn etwas klemmt. Danach schwenkst du die Rollen wieder ab.
Wann die Werkstatt ran sollte
Viele Werkstätten schauen sich den Mover bei der jährlichen Inspektion oder der Dichtigkeitsprüfung gleich mit an. Spätestens wenn der Mover ungewohnte Geräusche macht, eine Seite schwächer zieht oder die Steuerbox Fehlercodes meldet, solltest du einen Fachbetrieb fragen. Hilfe bei typischen Störungen gibt der Artikel Mover funktioniert nicht.