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Mover-Akku unterwegs laden: Landstrom, Ladebooster und Solar

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Aktualisiert am , Lesezeit etwa 3 Minuten

Ein leerer Akku ist der häufigste Grund, warum ein Mover auf dem Campingplatz streikt. Wer weiß, wie und wo die Batterie geladen wird, steht nicht plötzlich vor einem Wagen, der sich nicht bewegen lässt.

Laden am Landstrom

Hängt der Wohnwagen am Strom, lädt in den meisten Fällen das eingebaute Ladegerät die Batterie. Das ist die bequemste und schonendste Lösung. Wichtig ist, dass die Ladekennlinie zum Akku passt. AGM-Batterien laden mit einer IUoU-Kennlinie um 14,7 Volt, Lithium-Akkus meist mit 14,2 bis 14,6 Volt. Ältere Ladegeräte haben oft nur ein Programm für Blei-Batterien. Wer auf Lithium umsteigt, sollte deshalb auch das Ladegerät prüfen.

Laden über das Zugfahrzeug

Im 13-poligen Stecker gibt es zwei Leitungen, die für die Stromversorgung des Wohnwagens gedacht sind. Kontakt 9 ist das Dauerplus, das zum Beispiel den Kühlschrank versorgen kann. Kontakt 10 ist die Ladeleitung, die meist nur bei laufendem Motor Strom führt. Ob beide belegt sind, hängt von der Elektrik deines Autos ab.

Das Problem ist der Weg: Die Kabel vom Auto bis zur Batterie im Wohnwagen sind lang und dünn. Dadurch sinkt die Spannung, und es kommt nur wenig Ladestrom an. Für eine Blei-Batterie reicht das als Erhaltungsladung, eine nach dem Rangieren halb leere Batterie wird damit aber kaum voll.

Der Ladebooster

Ein Ladebooster sitzt im Wohnwagen nah an der Batterie. Er nimmt die niedrige Spannung vom Auto auf und lädt den Akku mit der richtigen Kennlinie. So kommt deutlich mehr Energie an. Für Lithium-Akkus ist ein Booster besonders sinnvoll, weil sie hohe Ladeströme vertragen und schnell wieder voll sind. Achte darauf, dass dein Auto den Strom auf der Ladeleitung liefern darf, und lass die Installation im Zweifel von einer Fachwerkstatt erledigen.

Solarmodul als Erhaltungslader

Ein kleines Solarmodul auf dem Dach hält die Batterie zwischen den Reisen voll, auch wenn der Wagen auf dem Abstellplatz ohne Strom steht. Für den reinen Mover-Akku reicht schon ein kleines Modul mit Laderegler. Truma bietet dafür ein passendes Solarset zu seinem Mover PowerSet an. Ein MPPT-Laderegler holt etwas mehr aus dem Modul heraus als ein einfacher Regler und kann auf die Batterietechnik eingestellt werden.

LadewegEignet sich fürHinweis
Ladegerät am Landstromvolle Ladung auf dem Platz und zu HauseKennlinie muss zur Batterie passen
Ladeleitung vom AutoErhaltungsladung während der Fahrtwenig Strom wegen langer Leitungen
Ladeboosterschnelles Laden unterwegsbesonders sinnvoll für Lithium
SolarmodulAkku voll halten auf dem Abstellplatzmit passendem Laderegler

Wie lange das Laden dauert

Ein Beispiel: Beim Rangieren verbrauchst du rund 6 Amperestunden. Ein Ladegerät mit 10 Ampere hat diese Menge in gut einer Stunde nachgeladen, bei Blei-Batterien dauert die letzte Phase bis zur Vollladung länger. Über die Ladeleitung des Autos kann dasselbe mehrere Stunden Fahrt dauern. Ein Lithium-Akku am Ladebooster ist dagegen oft schon nach einer kurzen Etappe wieder voll.

Laden im Winter

Blei-Batterien lassen sich auch bei Kälte laden, nehmen dann aber weniger Strom auf. Lithium-Akkus dürfen bei Frost nur geladen werden, wenn sie eine Heizung haben oder das Batteriemanagement das Laden unter 0 Grad sperrt. Stehst du im Winter auf dem Campingplatz, lohnt sich ein Akku mit eingebauter Heizung oder ein Platz für die Batterie im beheizten Innenraum.

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