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Wohnwagen Mover für Tandemachser: zwei oder vier Antriebe?

Ein Tandemachser ist schwer und dreht sich nur widerwillig. Mit dem richtigen Mover rangierst du trotzdem allein auf den Stellplatz. Die wichtigste Entscheidung ist, ob eine angetriebene Achse genügt oder ob alle vier Räder Kraft bekommen sollen.

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Warum Tandemachser schwerer zu rangieren sind

Beim Einachser dreht sich der Wagen um den Mittelpunkt seiner Achse. Ein Doppelachser hat zwei Achsen hintereinander, die sich beim Drehen gegenseitig im Weg stehen. Die Reifen müssen seitlich über den Boden radieren. Auf Asphalt kostet das viel Kraft, auf Gras und Schotter drückt es die Räder zusätzlich in den Untergrund.

Dazu kommt das Gewicht. Tandemachser wiegen oft 2.000 bis 3.000 Kilogramm. Ein Mover, der für einen Einachser großzügig ausgelegt ist, stößt hier schnell an seine Grenzen.

Vergleich in der Draufsicht: Tandemachser mit zwei Antrieben an einer Achse und mit vier Antrieben an beiden Achsen Zwei Antriebe Antrieb an einer Achse, leichter und günstiger Vier Antriebe (Allrad) alle vier Räder angetrieben, mehr Kraft beim Drehen
Zwei Antriebe treiben eine Achse an, vier Antriebe alle Räder. Gelb umrandet sind die angetriebenen Reifen.

Zwei Antriebe an einer Achse

Die einfachere Lösung ist ein Mover mit zwei Antrieben, der nur eine der beiden Achsen bewegt. Er wiegt so viel wie ein Einachser-System und kostet weniger. Truma gibt den Mover XT2 für Tandemachser bis rund 2.400 Kilogramm frei, bei rund 28 Kilogramm Eigengewicht. Enduro bietet den EM303+ mit zwei Motoren für Doppelachser bis 1.800 Kilogramm an.

Zwei Antriebe reichen gut, wenn dein Wagen eher leicht für einen Tandem ist, du meist auf festem Untergrund rangierst und selten auf der Stelle drehen musst. Bei engen Wendemanövern auf Gras merkst du dagegen schnell, dass die nicht angetriebene Achse bremst.

Vier Antriebe: Allrad für schwere Doppelachser

Bei einem Allradsystem bekommt jedes Rad einen eigenen Antrieb. Der Wagen lässt sich dann viel leichter drehen, weil beide Achsen mitarbeiten. Truma nennt für den Mover XT4 Tandemachser bis etwa 3.100 Kilogramm, Enduro für den EM303+ mit vier Motoren 2.500 Kilogramm. Auch Reich hat mit dem Easydriver pro 2.8 ein System für Doppelachser im Programm.

Der Preis für die zusätzliche Kraft ist das Gewicht. Der Truma XT4 wiegt rund 60 Kilogramm, dazu kommt eine kräftigere Batterie. Bei vielen Tandemachsern ist zwar mehr Zuladung vorhanden als bei kleinen Einachsern, nachrechnen solltest du trotzdem.

Wann reicht welcher Antrieb?

SituationZwei AntriebeVier Antriebe
Wagen bis ca. 1.800 kg, fester Stellplatzgut geeignetnicht nötig
Wagen bis ca. 2.400 kg, meist Asphaltgeeignet bei passender Freigabekomfortabler
Wiese, Schotter, Steigungenschnell am Limitempfehlenswert
Wagen über ca. 2.500 kgmeist nicht ausreichendnotwendig
Häufiges Drehen auf der Stellemühsamdeutlich leichter

Gewicht und Akku beim Tandem

Ein Allradsystem zieht beim Anfahren mehr Strom als ein Mover mit zwei Antrieben. Truma empfiehlt für Lithium-Akkus am Doppelachser mindestens 30 Amperestunden bei 170 Ampere Spitzenstrom. Bei AGM-Batterien solltest du mit 100 Amperestunden oder mehr planen. Wer die Zuladung schonen will, kommt am Lithium-Akku kaum vorbei. Die Unterschiede der Akkus erklärt die Seite Batterie für den Wohnwagen Mover.

Einbau am Doppelachser

Zwischen den beiden Achsen ist wenig Platz. Bei einem System mit zwei Antrieben sitzen die Einheiten deshalb meist vor der vorderen oder hinter der hinteren Achse. Beim Allradsystem kommt je ein Paar vor und hinter die Achsen. Die Montage dauert länger als beim Einachser, und auch die Kabelwege werden länger. Viele Besitzer lassen Allradsysteme in der Werkstatt einbauen, beim Truma XT4 ist der Fachhändler ohnehin der übliche Weg.

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Häufige Fragen zum Mover am Tandemachser

Kann ich einen Tandemachser mit zwei Antrieben auf der Stelle drehen?

Eingeschränkt. Auf glattem Asphalt gelingt eine enge Drehung oft noch, auf Gras und Schotter wird es schwierig, weil die zweite Achse bremst.

Lohnt sich Allrad auch bei einem leichten Tandemachser?

Wenn du oft auf Wiesen stehst oder eng drehen musst, ja. Steht der Wagen meist auf festem Grund und wiegt deutlich unter 2.000 Kilogramm, reichen zwei Antriebe oft aus.

Lässt sich ein Mover mit zwei Antrieben später erweitern?

Bei einigen Systemen ja, etwa bei Modellen, die es in Varianten mit zwei und vier Motoren gibt. Frag vor dem Kauf beim Hersteller nach, ob dein Modell erweiterbar ist.